Erneut Übergangswohnheim in Unterelchingen geplant

Die Regierung von Schwaben wird im Zuge der Versorgung von Geflüchteten aus mehreren Staaten in einem ersten Schritt ab ca. Mitte August 2022 insgesamt 53 Geflüchtete im Gemeindegebiet Elchingen unterbringen. Dies teilte die Regierung von Schwaben auf konkrete Nachfrage von Bürgermeister Joachim Eisenkolb mit. Die Geflüchteten sollen in Unterelchingen im ehem. Gasthaus Adler unterkommen, das bereits seit 2013 für mehrere Jahre ähnlich genutzt wurde.

 

Begründung seitens der Regierung

Laut Auskunft der Regierung von Schwaben habe sich ein enormer Handlungsbedarf aufgebaut. Alle sieben Regierungsbezirke werden Geflüchtete aufnehmen müssen. Daher hat die Regierung von Schwaben das Gebäude in Unterelchingen als Übergangs­wohnheim (von privat) angemietet. Zwei Flüchtlingsgruppen sollen dort untergebracht werden:

In erster Linie sind dies Spätaussiedler sowie ehemalige afghanische Ortskräfte, die für die Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz waren und nun aus humanitären Gründen in Deutschland aufgenommen werden. Diese Geflüchteten besitzen bereits einen Aufenthaltsstatus, dürfen einer Arbeitstätigkeit nachgehen und sich auf Wohnungssuche begeben. Asylbewerber sollen in der Unterkunft nicht beherbergt werden. Eine schriftliche Stellungnahme mit detaillierteren Informationen der Regierung von Schwaben liegt bisher nicht vor.

 

Situation in der Gemeinde

Die anstehende Unterbringung Hilfebedürftiger Personen wird für Verwaltung, ehrenamtliche Helfer*innen und Gemeinde­bevölkerung wieder Belastungen mit sich bringen. Bürgermeister Joachim Eisenkolb hat daher die Regierung von Schwaben aufgefordert, Anzahl und Auswahl der späteren Bewohner auf Leistungsfähigkeit und Willen zum Engagement der Helfergruppe auszurichten. Der soziale Friede müsse gewahrt bleiben.

Es läge im eigenen Interesse der Regierung, im Vorfeld transparent und detailreich zu informieren. Nur so könnten Missverständnisse vermieden und Ängste aufgefangen werden, so Eisenkolb.

„Unser Helferkreis leistet hervorragende Arbeit. Die Regierung hat bereits zugesagt, unsere hilfsbereiten und kompetent handelnden Personen ebenso, wie unsere Bürgerinnen und Bürger umfangreich zu informieren.“ betont Eisenkolb. „Es soll demnächst eine Bürgerinformationsveranstaltung in Elchingen geben.“ Der Bürgermeister geht davon aus, dass sich die Geflüchteten – eventuell mit Hilfe des örtlichen Helferkreises - gut in die Gesellschaft integrieren, hier entweder Heimat und Arbeit finden oder nach einer Weile auch in andere Landesteile abwandern.

 

Sobald aktuelle Informationen zum weiteren Vorgehen vorliegen, wird die Gemeinde-verwaltung die Bürger unterrichten.

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